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ERC Starting Grants für Projekte aus Biochemie und Neurowissenschaften

Julijana Gjorgjieva und zwei weitere ForscherInnen aus dem „MaxPlanck@TUM“-Programm werden künftig vom Europäischen Forschungsrat (ERC) gefördert.
ERC Starting Grants für Projekte aus Biochemie und Neurowissenschaften

Julijana Gjorgjieva

Wie schon drei andere Mitglieder der Technischen Universität München (TUM) haben sie in der diesjährigen Wettbewerbsrunde einen ERC Starting Grant eingeworben. Die Starting Grants richten sich an WissenschaftlerInnen, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen und sind mit bis zu 1,5 Millionen Euro dotiert.

Exzellente junge WissenschaftlerInnen werden mit „MaxPlanck@TUM“ auf eine Assistant Professur der TUM und parallel an die Spitze einer Max-Planck-Forschungsgruppe berufen. Damit haben sie herausragende Forschungsmöglichkeiten und zugleich eine klare Karriereperspektive im Tenure-Track-System der TUM: Werden sie nach sechs Jahren positiv beurteilt, steigen sie garantiert auf eine permanente, höher besoldete Professur auf.

Vier von derzeit neun WissenschaftlerInnen des Programms haben nun bereits einen ERC Grant eingeworben, der zu den wichtigsten europäischen Forschungsförderungen zählt. In diesem Jahr gelang dies neben Karl Duderstadt und Danny Nedialkova auch Julijana Gjorgjieva, Professorin für Computational Neuroscience an der TUM und Leiterin der Forschungsgruppe „Computation in Neural Circuits“ am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt.

Julijana Gjorgjieva ist Kollegiumsmitglied des SMARTSTART Joint Training Programs in Computational Neuroscience des Bernstein Netzwerks, wo sie in die Auswahlverfahren zukünftiger StipendiatInnen involviert ist. Als Mentorin des Programms ist sie zudem in unmittelbarem Kontakt mit den Studierenden.

Über die Forschung von Julijana Gjorgjieva
Wie werden neuronale Schaltkreise während der frühen postnatalen Entwicklung des Menschen aufgebaut und organisiert? Dieser Frage widmet sich Julijana Gjorgjievas Team mit ihrem Projekt „NeuroDevo” durch die Anwedung einer Kombination aus Datenanalyse, Theorie und Modellierung. Zugleich gilt es zu klären, wie sich die neuronalen Schaltkreise durch intakte und gestörte sensorische Aktivität verändern. Dazu analysieren die Wissenschaftler Längsschnittaufnahmen einzelner Neuronen und Netzwerkaktivitäten über eine Synthese von Daten aus drei kooperierenden Laboren.

Gjorgjievas Team versucht neue Aspekte dieser Aktivität aufzudecken, die die Verfeinerung von Schaltkreisen über einen längeren Zeitraum vorantreiben. Außerdem möchte die Gruppe untersuchen, wie sich Aktivität und Schaltkreiseigenschaften gegenseitig beeinflussen und wie sich einzelne Komponenten auf die Schaltorganisation auswirken.

 Auf der diesjährigen Bernstein Konferenz, die vom 26.-28. September in Berlin stattfinden wird, wird Julijana Gjorgjieva als geladene Sprecherin einen Vortrag mit dem Titel „Shaping developing circuits by patterned spontaneous and early sensory activity“ halten.

Modifiziert nach Originaltext von Dr. Ulrich Marsch, Corporate Communications Center, Technische Universität München

Vollständige Pressemitteilung der TU München:
https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/detail/article/34882/