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Die Sinne verstehen

Sonderforschungsbereich der UMG für weitere 4 Jahre gefördert
Die Sinne verstehen

© C. D. Afonso, C. Vogl. IAN/UMG

Sehen, Hören, Riechen, Tasten – die wichtigsten menschlichen Sinne besser verstehen will der Sonderforschungsbereich SFB 889 „Zelluläre Mechanismen sensorischer Verarbeitung“. Nach einer als hervorragend begutachteten wissenschaftlichen Leistung in der ersten und zweiten Förderperiode, unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die weitere Erforschung der Sinne ab dem 1. Januar 2019 mit neun Millionen Euro für die nächsten vier Jahre. Sprecher des Sonderforschungsbereichs ist Prof. Dr. Tobias Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Wissenschaftler aus 21 Arbeitsgruppen aus den verschiedenen Bereichen der Neurowissenschaften am Standort Göttingen arbeiten in 19 Projekten zusammen. Beteiligt sind Forscher aus fünf Kliniken und Instituten der UMG, aus dem Europäischen Neurowissenschaftlichen Institut (ENI-G), den Fakultäten für Biologie und Psychologie sowie für Physik der Universität Göttingen, aus dem Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin und dem Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation sowie dem Deutschen Primatenzentrum.

Die Verarbeitung sensorischer Information ist die Basis unserer Interaktion mit der Außenwelt. Die normale Verarbeitung von Sinnesreizen wie Bildern, Tönen oder Gerüchen erfordert von Sinneszellen und sensorischen Nervenzellen erstaunliche Leistungen. Dazu nutzen sie hochspezialisierte Signalmaschinerien, die für die Verarbeitung des jeweiligen Sinnesreizes optimiert sind. Sensorische Defizite bedingen eine schwere Belastung für Betroffene und haben große sozioökonomische Bedeutung.

Der SFB 889 verfolgt einen multidisziplinären und integrativen Ansatz, um die grundlegenden und komplexen zellulären Mechanismen zu untersuchen, die bei der Verarbeitung von Sinnesreizen ablaufen. In interdisziplinärer Zusammenarbeit erforschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des SFBs die Umwandlung sensorischer Reize in neuronale Signale, synaptische Übertragung, neuronale Plastizität und die Funktion neuronaler Netzwerke in sensorischen Systemen – von der Ebene der Proteinkomplexe bis zum Verhalten des Organismus.

Modifiziert nach Pressemitteilung von Stefan Weller, Stabsstelle Unternehmenskommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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