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Nationale Forschungsdateninfrastruktur für Neurowissenschaften

Hintergrund

Der Zugang zu digital verfügbarem Wissen und der Umgang mit Forschungsdaten aus öffentlich geförderter Wissenschaft sind zentrale Herausforderungen für Forschung und Transfer in Deutschland (1). Der Rat für Informationssinfrastrukturen (RfII) hat in den letzten Jahren Diskussionen über eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) angestoßen und deren Aufbau empfohlen. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat beschlossen, die Entwicklung einer NFDI mit bis zu 90 Millionen Euro pro Jahr für die nächsten zehn Jahre zu fördern (1).

Die NFDI soll allen Disziplinen der gesamten Forschungslandschaft in Deutschland dienen. Ziel ist es, WissenschaftlerInnen bei der effizienten Verwaltung ihrer Forschungsdaten zu unterstützen und die Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten im Einklang mit internationalen Standards und Initiativen (z.B. den FAIR-Prinzipien, der European Open Science Cloud EOSC) sicherzustellen. Die NFDI zielt darauf ab, bestehende Ressourcen nach einem umfassenden Konzept für ein nachhaltiges und international wettbewerbfähiges Forschungsdatenmanagement aufzubauen und zu vernetzen.

 

Entwicklung

Die EntNFDI_LOGO_plainwicklung der NFDI wird ausgehend von den verschiedenen Wissenschaftsbereichen organisiert, durch ihren jeweiligen Bereich vertretenden Konsortien von Datenproduzenten, Datennutzern und Infrastrukturanbietern. Breite und Interdisziplinarität der neurowissenschaftlichen Forschung sowie die wichtige Rolle der Neurowissenschaften in Deutschland legen es nahe, ein NFDI-Konsortium für die Neurowissenschaften aufzubauen.

Aufgrund der Heterogenität, der Komplexität und der rapide anwachsenden Menge an neurowissenschaftlichen Daten, nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Nachnutzbarkeit wertvoller experimenteller Daten, wird eine infrastrukturelle Unterstützung des Forschungsdatenmanagements immer dringlicher. Dies kann sehr unterschiedliche Aspekte umfassen, etwa Werkzeuge zur effektiveren Erfassung experimenteller Daten und Metadaten, Standards zur Verbesserung der Kompatibilität von Daten unterschiedlicher Herkunft, Dienste zur Speicherung und Verwaltung von Herkunfts- und Verarbeitungs-Information oder die Verbesserung der Zugänglichkeit und Kompatibilität von Datenbanken, Repositorien und anderen Ressourcen. Einige Lösungsansätze zeichnen sich bereits ab, diese müssen jedoch zusammengeführt und weiterentwickelt werden, um ein einheitliches und effizientes Datenmanagement für Neurowissenschaftler zu verwirklichen. Dabei müssen alle Teilbereiche der Neurowissenschaften und alle methodischen Ansätze mit ihren jeweiligen Anforderungen an Forschungsdaten berücksichtigt werden, um den spezifischen Bedürfnissen der Forscher gerecht zu werden.

Mitglieder des Bernstein Netzwerk haben eine Arbeitsgruppe initiiert um WissenschaftlerInnen und Institutionen zusammenzubringen, die sich für den Aufbau eines NFDI-Konsortiums für Neurowissenschaften engagieren. Als Ansprechpartner stehen Ihnen Michael Denker (Forschungszentrum Jülich), Alexandra Stein (Bernstein Koordinationsstelle) und Thomas Wachtler (German Neuroinformatics Node, Bernstein Facility for Data Technology) zur Verfügung.

Kontaktieren Sie uns unter .

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Quellen, Informationen und Dokumente

 

 

RDA Deutschland Tagung 2019

RDA

Informationsaustausch

... am Stand des Bernstein Netzwerks, NWG Tagung März 2019

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